Eine verstopfte Toilette lässt sich in den meisten Fällen ohne Demontage lösen: mit Saugglocke, WC-Spirale oder — wenn die Ursache tiefer sitzt — über die Fallleitung. Wichtig ist, nicht weiter zu spülen. Jeder zusätzliche Spülgang bringt neun Liter Wasser in ein Rohr, das sie nicht abführen kann.
- Spezialspirale für WC-Bögen ohne Kratzer in der Keramik
- Beseitigung von Feuchttüchern, Hygieneartikeln und Fremdkörpern
- Bei Bedarf Reinigung über die Fallleitung
- Demontage des WC nur, wenn es wirklich nicht anders geht
Sofort richtig reagieren
- Nicht noch einmal spülen. Steht das Wasser hoch, führt der nächste Spülgang zum Überlauf.
- Wasserzulauf zum Spülkasten schließen. Das Eckventil sitzt meist unter oder hinter dem Kasten. So kann niemand versehentlich auslösen.
- Wasserstand senken. Mit einem Becher etwas Wasser abschöpfen, damit Raum für die Saugglocke bleibt.
- Saugglocke ansetzen. Vollständig unter Wasser aufsetzen, mehrmals kräftig pumpen. Der Sog löst den Pfropfen, nicht der Druck.
Warum „spülbare“ Feuchttücher das größte Problem sind
Toilettenpapier ist so konstruiert, dass es in Wasser innerhalb von Sekunden zerfällt. Feuchttücher sind das genaue Gegenteil: Sie bestehen häufig aus einem Vliesstoff mit Kunstfaseranteil und sind auf Reißfestigkeit im nassen Zustand ausgelegt — das ist ihr Verkaufsargument. In der Kanalisation verhaken sie sich zu Strängen, die Fachleute „Verzopfung“ nennen. Diese Zöpfe legen Pumpwerke lahm und verursachen deutschlandweit erhebliche Instandhaltungskosten, die am Ende über die Abwassergebühren wieder bei allen landen.
Der Hinweis „spülbar“ auf der Packung sagt lediglich, dass das Tuch durch den Siphon passt — nicht, dass es sich auflöst. In die Toilette gehören nur drei Dinge: Toilettenpapier, Urin und Fäkalien.
Wenn es öfter passiert
Eine Toilette, die mehrfach pro Jahr verstopft, hat in der Regel keine Nutzungs-, sondern eine Bauursache. Typisch sind:
- Zu geringe Spülmenge bei sehr sparsamen Spülkästen in Kombination mit langen, flach verlegten Anschlussleitungen.
- Ablagerungen im Fallstrang, die den Querschnitt verengen — häufig in Altbauten mit Gussleitungen.
- Fehlende oder verstopfte Entlüftung. Ohne Belüftung entsteht beim Spülen Unterdruck, das Wasser läuft stockend ab, und der Geruchsverschluss wird leergesogen.
In diesen Fällen ist eine Kamerauntersuchung des Strangs deutlich sinnvoller als der nächste Noteinsatz.
Wo wir diese Leistung anbieten
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